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Ferrari wird wieder wie 1996: Sonderdesign für Michael Schumacher in Monza

Für ein Wochenende blickt Ferrari 30 Jahre zurück.

Beim Großen Preis von Italien 2026 in Monza treten Lewis Hamilton und Charles Leclerc mit einem speziell gestalteten Ferrari SF-26 an. Die einmalige Lackierung erinnert an den Ferrari F310, mit dem Michael Schumacher 1996 seine erste Saison für die Scuderia bestritt. 

Damit erinnert Ferrari nicht nur an Schumachers Einstieg vor 30 Jahren. Es sind zugleich 20 Jahre seit seinem letzten Monza-Sieg für Ferrari im Jahr 2006 vergangen. 

Mehr Rot und deutlich weniger Weiß

Der aktuelle SF-26 sieht in Monza deshalb anders aus als gewöhnlich.

Ferrari reduziert insbesondere die normalerweise auffälligen weißen Flächen auf der Motorabdeckung. Stattdessen dominiert wieder wesentlich stärker das klassische Ferrari-Rot.

Weiße Elemente bleiben vor allem an den Flügeln erhalten, hinzu kommen schwarze Details und goldfarbene Akzente an den Rädern

Auch die Startnummern von Hamilton und Leclerc erhalten für das Wochenende eine Retro-Typografie.

Die Gestaltung orientiert sich damit bewusst am F310 von 1996 – dem ersten Formel-1-Ferrari, den Schumacher im Rennen fuhr.

Schumachers Unterschrift auf Hamiltons und Leclercs Ferrari

Die Hommage geht allerdings wesentlich weiter als ein anderer Rotton.

Auf der Motorabdeckung befindet sich Michael Schumachers Signatur, während im Cockpitbereich sein charakteristisches MS-Logo auftaucht. 

Auf der Nase des SF-26 sind außerdem sieben Sterne zu sehen.

Sie greifen ein Motiv von Schumachers Helm auf und stehen für seine sieben Formel-1-Weltmeisterschaften. 

Auch Hamilton und Leclerc sowie das Ferrari-Team tragen in Monza speziell gestaltete Kleidung.

1996 begann eine neue Ferrari-Ära

Die Wahl des F310 als Vorbild ist kein Zufall.

Michael Schumacher wechselte 1996 als amtierender Doppelweltmeister von Benetton zu Ferrari. Die Scuderia hatte zu diesem Zeitpunkt seit 1979 keinen Fahrer-Weltmeister mehr gestellt.

Schon in seinem ersten Ferrari-Jahr gewann Schumacher drei Rennen – in Spanien, Belgien und schließlich ausgerechnet beim Heimrennen in Monza

Dieser Sieg war für Ferrari besonders bedeutsam: Es war der erste Heimerfolg der Scuderia beim Großen Preis von Italien seit 1988. 

Was anschließend folgte, wurde zur erfolgreichsten Epoche der Ferrari-Formel-1-Geschichte.

Fünf Weltmeisterschaften in Folge

Zwischen 2000 und 2004 gewann Schumacher fünf Fahrer-Weltmeisterschaften hintereinander mit Ferrari.

Insgesamt holte er fünf seiner sieben WM-Titel für die Scuderia und gewann fünfmal den Großen Preis von Italien in Monza – 1996, 1998, 2000, 2003 und 2006. 

Ferrari betont bei der aktuellen Hommage deshalb ausdrücklich, dass Schumacher die Mannschaft nicht nur durch Siege geprägt habe.

Sein Streben nach Perfektion, seine Detailarbeit, Disziplin und die Art der Zusammenarbeit mit dem Team hätten eine Kultur geschaffen, die Ferrari nach eigener Darstellung bis heute prägt. 

Vettel und Barrichello fahren Schumachers alte Ferrari

Das vielleicht spektakulärste Element der Hommage findet allerdings abseits der aktuellen Rennwagen statt.

Ferrari bringt drei historische Schumacher-Fahrzeuge nach Monza:

den F310 von 1996, den dominanten F2002 und den 248 F1 von 2006

Und zumindest einige davon sollen nicht nur herumstehen.

Schumachers ehemaliger Teamkollege Rubens Barrichello sowie der viermalige Weltmeister Sebastian Vettel sollen während des Rennwochenendes historische Ferrari auf der Strecke bewegen. 

Gerade Vettel gilt seit Jahren als großer Bewunderer Schumachers.

Ferrari-Museum zeigt Schumachers Weltmeisterautos

Auch in Maranello wird das Jubiläum gefeiert.

Im Museo Ferrari werden im September die fünf Fahrzeuge präsentiert, mit denen Schumacher zwischen 2000 und 2004 seine fünf Ferrari-Weltmeisterschaften gewann. Dazu kommen Trophäen und weitere Erinnerungsstücke. 

Ferrari macht aus dem Jubiläum damit weit mehr als eine Sonderlackierung für ein einziges Rennen.

Es ist eine umfangreiche Würdigung jener Ära, in der aus einem angeschlagenen Formel-1-Team wieder die dominierende Mannschaft des Sports wurde.

Hamilton könnte ausgerechnet Schumachers Monza-Rekord brechen

Eine interessante Pointe liefert ausgerechnet Lewis Hamilton.

Schumacher gewann fünfmal in Monza. Hamilton ebenfalls.

Sollte Hamilton am Sonntag gewinnen, würde er mit sechs Siegen zum alleinigen Rekordsieger des Großen Preises von Italien in Monza werden – und Schumachers Bestmarke ausgerechnet am Steuer eines Ferrari übertreffen. 

Dabei fährt Hamilton an diesem Wochenende in einem Auto, das optisch an Schumachers ersten Ferrari erinnert und dessen Signatur trägt.

Viel mehr Ferrari-Geschichte lässt sich wohl kaum in einem einzigen Rennwochenende unterbringen.

Quelle: Scuderia Ferrari / Formel 1, 1. September 2026. 

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