Uhren & Schmuck

50 Jahre Monza: TAG Heuer legt Motorsport-Ikone in Carbon neu auf

Ein halbes Jahrhundert nach ihrem Debüt kehrt eine der traditionsreichsten Motorsport-Uhren von TAG Heuer in einer neuen Sonderedition zurück.

Mit der TAG Heuer Monza Flyback Chronograph feiert die Schweizer Manufaktur den 50. Geburtstag der Monza. Die Jubiläumsuhr verbindet das Motorsport-Design der 1970er-Jahre mit einem modernen Gehäuse aus geschmiedetem Carbon und einem COSC-zertifizierten Manufakturwerk. 

Passend zum Namen erfolgte die Vorstellung unmittelbar vor dem Großen Preis von Italien 2026 in Monza.

Und wer eine haben möchte, sollte nicht allzu lange überlegen: TAG Heuer produziert lediglich 500 nummerierte Exemplare

Eine Uhr, die wegen Niki Lauda entstand

Die Geschichte der Monza beginnt eigentlich ein Jahr vor ihrer Premiere.

1975 gewann Niki Lauda mit Ferrari die Formel-1-Weltmeisterschaft – und sicherte der Scuderia gleichzeitig den Konstrukteurstitel. Jack Heuer ließ daraufhin eine besondere Uhr entwickeln, die an diesen Erfolg erinnern sollte.

1976 erschien die erste Heuer Monza. 

Entsprechend eng sind der Name Monza, Ferrari und Lauda miteinander verbunden.

50 Jahre später greift TAG Heuer diese Geschichte wieder auf, ohne einfach eine historische Uhr nachzubauen.

Geschmiedetes Carbon statt Retro-Kopie

Besonders deutlich wird das beim Gehäuse.

Die neue Monza misst 42 Millimeter und besteht aus geschmiedetem Carbon. Durch die Struktur des Materials besitzt praktisch jedes Gehäuse eine leicht unterschiedliche Maserung. 

Die charakteristische kissenförmige Form bleibt dagegen erhalten.

Schwarz dominiert auch das Zifferblatt. Rote Akzente an Zeigern, Skalen und Indizes stellen die Verbindung zum Motorsport her und erinnern gleichzeitig an die Gestaltung historischer Monza-Modelle.

Dazu kommt ein schwarzes perforiertes Kalbslederarmband mit roten Nähten – eine ziemlich eindeutige Anspielung auf klassische Rennsportausstattung. 

Zwei Skalen für Geschwindigkeit und Puls

Ein interessantes Detail findet sich am Rand des Zifferblatts.

TAG Heuer kombiniert dort Tachymeter- und Pulsometerskala.

Mit dem Tachymeter lässt sich anhand einer gemessenen Strecke die Durchschnittsgeschwindigkeit bestimmen – eine Funktion, die seit Jahrzehnten mit Motorsport-Chronographen verbunden ist.

Der Pulsometer erlaubt dagegen die Bestimmung der Herzfrequenz.

Damit greift TAG Heuer zwei historische Funktionen mechanischer Chronographen auf und integriert sie in die moderne Monza.

Flyback erlaubt sofortigen Neustart

Im Inneren arbeitet das automatische Calibre TH20-12.

Das Manufakturwerk ist als Chronometer COSC-zertifiziert, arbeitet mit 4 Hertz und bietet eine Gangreserve von rund 80 Stunden

Die namensgebende Flyback-Funktion hat ihren Ursprung ebenfalls in der professionellen Zeitmessung.

Bei einem gewöhnlichen Chronographen muss die laufende Zeitmessung zunächst gestoppt, anschließend zurückgesetzt und danach neu gestartet werden.

Beim Flyback genügt ein Knopfdruck: Der Chronograph springt auf null zurück und beginnt unmittelbar mit einer neuen Messung.

Gerade für aufeinanderfolgende Rundenzeiten war diese Technik ursprünglich besonders praktisch.

Blick auf das Uhrwerk

Auf der Rückseite versteckt TAG Heuer die Mechanik nicht.

Ein Saphirglasboden ermöglicht den Blick auf das TH20-12. Der Gehäuseboden selbst besteht aus Titan Grad 5 mit schwarzer PVD-Beschichtung

Trotz Carbongehäuse, Chronograph und Sichtboden ist die Monza bis 100 Meter wasserdicht.

Damit bleibt die Jubiläumsedition zumindest technisch durchaus alltagstauglich.

13.350 Euro und nur 500 Stück

Exklusiv wird es spätestens beim Preis und der Stückzahl.

Die TAG Heuer Monza Flyback Chronograph kostet in Europa 13.350 Euro. In den USA werden 13.400 Dollar aufgerufen. 

Gebaut werden weltweit lediglich 500 nummerierte Exemplare.

Damit feiert TAG Heuer den runden Geburtstag interessanterweise nicht mit einer möglichst originalgetreuen Neuauflage von 1976.

Stattdessen bekommt die Monza genau das, was auch den Motorsport in den vergangenen 50 Jahren verändert hat: moderne Materialien, mehr Technik und deutlich mehr Leistung – während die Verbindung zur Rennstrecke erhalten bleibt.

Und ausgerechnet an dem Ort, dessen Namen sie seit einem halben Jahrhundert trägt, dürfte die neue Monza an diesem Wochenende besonders häufig an Handgelenken zu sehen sein.

Quelle: TAG Heuer / Vorstellung vom 1. September 2026. 

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