Uhren & Schmuck

Nur fünf pro Jahr: Piaget bringt eine der edelsten Komplikationen in die Polo

Eine Uhr, die die Zeit nicht nur zeigt, sondern sie auf Wunsch auch hörbar macht: Piaget erweitert seine Polo-Kollektion um eine außergewöhnliche Minutenrepetition.

Die neue Piaget Polo Minute Repeater verbindet eine der anspruchsvollsten Komplikationen der traditionellen Uhrmacherei mit einem erstaunlich flachen Weißgoldgehäuse. Gerade einmal 9,3 Millimeter misst die Uhr in der Höhe.

Noch exklusiver wird sie durch ihre Produktionszahl: Piaget kann aufgrund des enormen Fertigungsaufwands derzeit lediglich fünf nummerierte Exemplare pro Jahr herstellen.

Eine Uhr, die die Zeit schlägt

Die Minutenrepetition gehört zu den prestigeträchtigsten Komplikationen der Haute Horlogerie.

Nach Betätigung eines Schiebers schlägt die Uhr die aktuelle Zeit akustisch. Unterschiedliche Tonfolgen geben Stunden, Viertelstunden und Minuten wieder.

Bei der neuen Piaget Polo war deshalb nicht nur die mechanische Präzision entscheidend. Die Entwickler mussten gleichzeitig dafür sorgen, dass die winzigen Hämmer und Tonfedern einen möglichst klaren und kräftigen Klang erzeugen.

Piaget gibt für die Polo Minute Repeater eine Lautstärke von 64 Dezibel, drei harmonische Teiltöne und einen Dämpfungsfaktor von 2.600 an.

Jede einzelne Uhr wird dabei individuell abgestimmt, bis der Klang den Anforderungen der Manufaktur entspricht.

430 Bauteile auf engstem Raum

Im Inneren arbeitet das automatische Manufakturkaliber 1290P.

Das Werk wird vollständig in Piagets Manufaktur in La Côte-aux-Fées entwickelt, veredelt und montiert. Insgesamt besteht es aus 430 Komponenten.

Für die Handveredelung und Montage eines einzelnen Werks sind mehr als 150 Arbeitsstunden erforderlich.

Zu den aufwendigen Details gehören anglierte Brücken, eine guillochierte Hauptplatine und spiegelpolierte Hämmer der Minutenrepetition. Ein Mikrorotor aus Platin übernimmt den automatischen Aufzug.

Die Gangreserve beträgt rund 40 Stunden.

Nur 9,3 Millimeter hoch

Besonders beeindruckend ist die Konstruktion des Gehäuses.

Die Piaget Polo Minute Repeater misst zwar stattliche 48 Millimeter im Durchmesser, kommt trotz des komplexen Schlagwerks aber auf lediglich 9,3 Millimeter Höhe.

Gefertigt wird das Gehäuse aus 18-karätigem Weißgold.

Piaget bleibt damit seiner jahrzehntelangen Tradition ultraflacher Uhrwerke treu. Bereits 1957 präsentierte die Manufaktur mit dem 9P ein lediglich zwei Millimeter hohes Handaufzugswerk. Drei Jahre später folgte das 2,3 Millimeter flache automatische Kaliber 12P.

Ein Blick direkt in die Mechanik

Auch optisch versteckt Piaget die komplizierte Technik nicht.

Das blaue Zifferblatt aus Gold wird von Hand guillochiert und teilweise geöffnet. Dadurch werden Teile des Schlagwerks sichtbar.

Unter anderem lässt sich der Regulator der Minutenrepetition beobachten. Ein blauer Saphirring und weitere blaue Akzente greifen die Farbe des Zifferblatts auf.

Dazu kombiniert Piaget ein blaues Kalbslederband; ein zusätzliches Alligatorlederband gehört ebenfalls zum Lieferumfang.

Die Wasserdichtigkeit beträgt 3 bar beziehungsweise 30 Meter.

Noch exklusiver geht es mit Diamanten und Saphiren

Als wäre eine Minutenrepetition mit fünf Exemplaren pro Jahr nicht exklusiv genug, legt Piaget zusätzlich eine High-Jewellery-Version auf.

Hier wird das Gehäuse mit Diamanten besetzt, während die Lünette mit baguettegeschliffenen blauen Saphiren versehen ist. Bei dieser Variante ist das Zifferblatt vollständig durchbrochen, sodass noch mehr vom aufwendig finissierten Uhrwerk sichtbar wird.

Fünf Exemplare – aber keine klassische Limitierung

Ein interessantes Detail: Die Polo Minute Repeater ist streng genommen keine auf fünf Stück limitierte Edition.

Piaget produziert zunächst fünf nummerierte Exemplare pro Jahr. Der Grund liegt vor allem darin, dass nur sehr wenige Uhrmacher und Kunsthandwerker über die Fähigkeiten verfügen, eine derart komplizierte Uhr zu fertigen und zu finissieren. Wie viele Exemplare in den kommenden Jahren entstehen, lässt Piaget offen.

Einen offiziellen Preis veröffentlicht die Manufaktur ebenfalls nicht – bei Piaget heißt es lediglich „Preis auf Anfrage“.

Damit dürfte allerdings schon die Produktionszahl dafür sorgen, dass Geld allein nicht unbedingt ausreicht, um eine zu bekommen.

Quelle: Piaget / Vorstellung Ende August 2026.

Piaget Polo Minute Repeater – offizielle Seite mit Presse- und Detailbildern

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