Yachten & Jets

Jeff Bezos’ Superyacht „Koru“ sorgt in Australien für Aufsehen

Eine der spektakulärsten privaten Yachten der Welt ist derzeit in Australien zu Gast. Die „Koru“ von Amazon-Gründer Jeff Bezos ist in Cairns im Norden des Bundesstaates Queensland angekommen. Allein der Aufenthalt der riesigen Segelyacht könnte der lokalen Wirtschaft Einnahmen in Millionenhöhe bescheren.

Die rund 127 Meter lange Koru erreichte am 17. August die Cairns Marlin Marina, nachdem sie zuvor aus Alotau in Papua-Neuguinea gekommen war. Mit ihren drei mächtigen Masten und dem dunkelblauen Rumpf ist die von der niederländischen Werft Oceanco gebaute Yacht kaum zu übersehen.

Eine der größten Segelyachten der Welt

Koru gehört zu den größten Segelyachten, die jemals gebaut wurden. Verschiedene Schätzungen beziffern ihren Wert auf rund 500 Millionen Euro beziehungsweise mehr als 700 Millionen australische Dollar.

Das Schiff wurde in den Niederlanden gebaut und machte bereits vor seiner Fertigstellung international Schlagzeilen. 2022 wurde zeitweise darüber diskutiert, einen Teil der historischen Koningshavenbrücke „De Hef“ in Rotterdam zu demontieren, damit die Yacht mit ihren enormen Masten passieren könnte.

Dazu kam es letztlich nicht: Koru wurde aus dem Gebiet gebracht, bevor die hohen Masten montiert wurden.

Koru passt gerade noch in die Marina

Auch der aktuelle Liegeplatz verdeutlicht die Dimensionen der Yacht. Die Cairns Marlin Marina kann Superyachten mit einer Länge von bis zu 140 Metern aufnehmen. Mit ihren rund 127 Metern bleibt Koru damit nur knapp unter dieser Grenze.

Der Aufenthalt ist für Cairns allerdings weit mehr als ein spektakulärer Anblick.

Superyacht Australia und die Superyacht Group Great Barrier Reef rechnen damit, dass der Besuch einer Yacht dieser Größenordnung einen wirtschaftlichen Effekt von rund 1,95 Millionen australischen Dollar haben kann.

Davon entfallen den Berechnungen zufolge etwa 641.000 australische Dollar auf Ausgaben der Besatzung für Lebensmittel, Einzelhandel, Gastronomie und Freizeit. Weitere rund 1,23 Millionen Dollar können durch Treibstoff, Versorgung, Wartungsarbeiten und Dienstleistungen lokaler Unternehmen entstehen.

Bis zu 40 Crewmitglieder kümmern sich um Koru

Eine Yacht dieser Größe benötigt auch dann erheblichen Aufwand, wenn ihr Besitzer gar nicht an Bord ist. Rund 40 Crewmitglieder können sich um Betrieb und Instandhaltung der Koru kümmern.

Neben der Versorgung mit Lebensmitteln und Treibstoff gehören dazu beispielsweise Arbeiten von Ingenieuren, Tauchern, Schiffbauern, Rigging-Spezialisten und weiteren Dienstleistern.

Ob Jeff Bezos und seine Frau Lauren Sánchez selbst während des Aufenthalts in Cairns an Bord sind, wurde bislang nicht bestätigt.

75-Meter-Begleitschiff reist separat

Koru verfügt zudem über ein eigenes Begleitschiff. Die rund 75 Meter lange „Abeona“ wurde speziell dafür gebaut, zusätzliche Ausrüstung, Tender und Personal für die Superyacht zu transportieren.

Während Koru in Cairns liegt, ist Abeona allerdings separat unterwegs. Tracking-Daten zufolge verließ das Begleitschiff Papua-Neuguinea und nahm anschließend Kurs in Richtung Indonesien.

Der Aufenthalt der Koru zeigt damit nicht nur, welche Dimensionen moderner privater Luxus erreichen kann. Für Destinationen wie Cairns sind Besuche solcher Superyachten inzwischen selbst zu einem lukrativen Geschäft geworden – schließlich benötigt ein schwimmendes Anwesen dieser Größenordnung auch im Hafen eine kleine Infrastruktur für sich allein.

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