Fast 39 Meter lang, 6.600 PS stark und trotzdem auf Geschwindigkeit ausgelegt: Mit der Fast Naan hat ISA Yachts die erste Yacht seiner neuen Baureihe Viper 130 zu Wasser gelassen.
Das 38,8 Meter lange Schiff entstand im italienischen Ancona und soll bereits im September seine internationale Publikumspremiere beim Cannes Yachting Festival 2026 feiern. Anschließend geht es direkt weiter zur Monaco Yacht Show.
Mit der Viper 130 versucht ISA Yachts dabei einen interessanten Spagat: Die Fast Naan soll die Fahrleistungen einer großen Sportyacht mit dem Platzangebot und Komfort einer Superyacht verbinden.
Drei V12-Motoren mit insgesamt 6.600 PS
Das technische Herzstück der Fast Naan ist ungewöhnlich üppig dimensioniert.
Im Maschinenraum arbeiten gleich drei MAN V12X-Dieselmotoren mit jeweils 2.200 PS. Zusammen stehen damit 6.600 PS zur Verfügung.
Die Kraft wird nicht über klassische Propeller übertragen. Stattdessen verwendet ISA zwei MJP-Wasserjets sowie einen zusätzlichen zentralen MJP-Booster.
ISA gibt eine Höchstgeschwindigkeit von 33 Knoten an. Das entspricht rund 61 km/h – eine beachtliche Geschwindigkeit für eine fast 39 Meter lange Yacht.
Die Reisegeschwindigkeit soll bei 26 Knoten liegen.
Carbon hilft beim Tempo
Damit die Viper 130 trotz ihrer Größe entsprechende Fahrleistungen erreicht, setzt die Werft auf Leichtbau.
Rumpf und Aufbauten bestehen überwiegend aus glasfaserverstärktem Kunststoff, ergänzt durch Carbonfaser-Verstärkungen.
Dazu kommt ein echter Gleitrumpf.
Für das Design zeichnet Fulvio De Simoni verantwortlich, während die Schiffstechnik gemeinsam von ISA Yachts und Studio Ing. Arnaboldi entwickelt wurde.
Eigener Pool auf dem Vorschiff
Bei 33 Knoten endet der Luxus allerdings nicht.
Auf dem Vorschiff befindet sich ein eigener Bereich mit Pool, Sonnenliegen und Sofas. Dadurch entsteht neben den großen Bereichen am Heck ein weiterer privater Aufenthaltsort im Freien.
Auch das Sonnendeck ist entsprechend ausgestattet. Dort befinden sich eine zweite Steuerposition, ein weiterer Sonnenbereich, Lounge, Bar und ein zusätzlicher Esstisch für zehn Personen.
Ein weiteres interessantes Detail befindet sich im Bereich der Küche: Eine elektrisch versenkbare und verdunkelbare Glasscheibe ermöglicht es, die Galley entweder komplett zu öffnen – beispielsweise für Show-Cooking – oder während des normalen Service von den Gästen abzutrennen.
Bis zu elf Gäste in fünf Kabinen
Unter Deck stehen fünf Gästekabinen für maximal elf Personen zur Verfügung.
Die Eignersuite besitzt zwei eigene Badezimmer. Hinzu kommen zwei weitere Doppelkabinen und zwei Zweibettkabinen. Eine davon verfügt zusätzlich über ein Pullman-Bett.
Für die Besatzung gibt es drei separate Kabinen mit eigenen Badezimmern und Platz für insgesamt sechs Crewmitglieder.
Ein fünf Meter langes Beiboot verschwindet in einer seitlichen Garage auf der Steuerbordseite.
Amerikanischer Besitzer bestellte die Yacht schon früh
Die erste Viper 130 entstand für einen amerikanischen Eigner, der über Zarpo Yachts zu ISA kam.
Interessant ist dabei der Zeitpunkt der Bestellung: Nach Angaben von Yotters wurde die Yacht bereits ungefähr zwei Monate nach der Vorstellung des Viper-130-Konzepts im Mai 2024 verkauft – also zu einem Zeitpunkt, als noch kein fertiges Exemplar existierte.
Der Name Fast Naan ist ebenfalls kein Zufall.
Der Besitzer verfügte zuvor bereits über die 42 Meter lange Columbus-Yacht Big Naan. Columbus gehört wie ISA Yachts zur Palumbo-Superyachts-Gruppe.
Nummer zwei ist bereits im Bau
ISA scheint vom Konzept überzeugt zu sein.
Eine zweite Viper 130 befindet sich bereits im Bau. Sie wurde zunächst ohne konkreten Käufer auf eigene Rechnung begonnen und soll voraussichtlich 2028 ausgeliefert werden.
Einen offiziellen Preis für die Viper 130 veröffentlicht die Werft bislang nicht.
Zunächst steht aber die Fast Naan im Mittelpunkt.
Spätestens beim Cannes Yachting Festival können potenzielle Kunden erstmals aus nächster Nähe beurteilen, ob ISA tatsächlich gelungen ist, was die Viper 130 verspricht:
Superyacht-Komfort mit der Geschwindigkeit einer deutlich kleineren Sportyacht zu verbinden.
