140 Jahre Automobilgeschichte treffen auf Schweizer Haute Horlogerie: IWC Schaffhausen präsentiert zum Jubiläum von Mercedes-Benz eine streng limitierte Version seiner Big Pilot’s Watch. Die Big Pilot’s Watch Perpetual Calendar ProSet 140 Years Mercedes-Benz erscheint in lediglich 140 Exemplaren – eines für jedes Jahr seit der Erfindung des Automobils im Jahr 1886.
Doch die Referenz IW329603 ist weit mehr als eine weitere Sonderedition mit Mercedes-Benz-Logo. In der Uhr steckt eine der interessantesten jüngeren technischen Entwicklungen von IWC: der neue Perpetual Calendar ProSet.
Ewiger Kalender lässt sich erstmals vor- und zurückstellen
Mechanische ewige Kalender gehören zu den kompliziertesten Konstruktionen der Uhrmacherei. Ihre Bedienung kann entsprechend aufwendig sein.
IWC verfolgt mit dem ProSet einen anderen Ansatz. Der Kalender lässt sich über eine einzige Position der Krone sowohl vorwärts als auch rückwärts einstellen. Zusätzliche Korrekturdrücker sind nicht erforderlich. Die Konstruktion des neuen Moduls basiert vollständig auf Rädern und ist laut IWC durch vier Patente geschützt.
Damit wird eine Funktion möglich, die im Alltag durchaus relevant ist: Hat man beim Einstellen eines traditionellen ewigen Kalenders versehentlich das richtige Datum überschritten, lässt sich dies normalerweise nicht einfach durch Zurückdrehen korrigieren. Beim neuen IWC-System funktioniert genau das.
Mondphase weicht erst nach 1.040 Jahren um einen Tag ab
Auf vier Hilfszifferblättern zeigt die Big Pilot’s Watch Datum, Wochentag, Monat und Mondphase an.
Dazu kommt die für IWC typische vierstellige Jahresanzeige zwischen sieben und acht Uhr.
Besonders beeindruckend ist die Double-Moon-Anzeige bei zwölf Uhr. Sie stellt die Mondphase für die nördliche und südliche Hemisphäre dar und ist so präzise berechnet, dass sie laut IWC erst nach 1.040 Jahren um einen einzigen Tag von der tatsächlichen Mondumlaufbahn abweicht.
Gold trifft auf schwarzen Mercedes-Look
Optisch bleibt die Jubiläumsuhr vergleichsweise zurückhaltend.
Das 42 Millimeter große Gehäuse besteht aus gebürstetem und poliertem Edelstahl. Dazu kombiniert IWC ein schwarzes Zifferblatt mit Appliken aus massivem Gold und vergoldeten Zeigern. Eine weiße Minutenskala sorgt für den Kontrast.
Auf der Rückseite wartet dann das eigentliche Mercedes-Benz-Detail.
Durch den Saphirglasboden ist ein historisches Logo zu sehen, das 1926 nach dem Zusammenschluss der Daimler-Motoren-Gesellschaft und Benz & Cie. eingeführt wurde. Es kombinierte den Mercedes-Stern der DMG mit dem Lorbeerkranz des Benz-Emblems und war das erste gemeinsame Logo von Mercedes-Benz.
IWC-Manufakturkaliber mit 60 Stunden Gangreserve
Im Inneren arbeitet das automatische IWC-Manufakturkaliber 82665.
Der bidirektionale Pellaton-Aufzug besitzt mit Keramik verstärkte Komponenten und erreicht eine Gangreserve von 60 Stunden. Das Gehäuse ist bis 10 bar wasserdicht. Getragen wird die Uhr an einem schwarzen Kautschukband, das sich über das EasX-CHANGE-System werkzeuglos austauschen lässt.
40.300 Euro für eines von 140 Exemplaren
Exklusivität hat ihren Preis: IWC führt die Jubiläumsuhr in Deutschland aktuell für 40.300 Euro inklusive Mehrwertsteuer.
Angesichts der Limitierung auf nur 140 Stück dürfte allerdings weniger der Preis als die Verfügbarkeit darüber entscheiden, wer eines der Exemplare erhält.
Eine Partnerschaft, die bereits seit 22 Jahren besteht
Die Sonderedition knüpft an eine lange Zusammenarbeit an. IWC wurde 2004 Partner von Mercedes-AMG und ist seit 2013 „Official Engineering Partner“ des Mercedes-AMG PETRONAS Formula One Teams.
Zum Mercedes-Jubiläum geht es allerdings nicht nur um eine Uhr. Unter dem Motto „140 Years. 140 Places“ schickt Mercedes-Benz drei neue S-Klasse-Limousinen auf eine mehr als 50.000 Kilometer lange Reise über sechs Kontinente.
Mit der auf 140 Exemplare limitierten Big Pilot’s Watch liefert IWC dazu das passende Sammlerstück – und verbindet das Mercedes-Jubiläum mit einer echten technischen Neuerung statt lediglich mit einer neuen Farbgebung.
