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Rolls-Royce für Millionen: Immer jüngere Superreiche bestellen Luxusautos mit außergewöhnlichen Extras

3.000 Federn im Innenraum, aufwendige Tierporträts aus Holz und Sonderanfertigungen im Millionenwert: Beim britischen Luxusautohersteller Rolls-Royce werden die Wünsche der Kunden immer ausgefallener. Gleichzeitig verändert sich die Käuferschaft. Die Besitzer der exklusiven Fahrzeuge sind heute deutlich jünger als noch vor einigen Jahren.

Wie der britische Guardian bei einem Besuch im Rolls-Royce-Werk in Goodwood berichtet, spielt die individuelle Gestaltung der Fahrzeuge eine immer größere Rolle. Kaum ein Kundenwunsch scheint dabei zu ungewöhnlich zu sein.

3.000 Federn und ein Labrador aus 180 Holzteilen

Zu den außergewöhnlichsten Sonderanfertigungen gehört ein Rolls-Royce, dessen Innenraum mit rund 3.000 schillernden Federn gestaltet wurde. Für ein amerikanisches Ehepaar fertigten die Handwerker ein Porträt ihres Labradors aus mehr als 180 einzelnen Holzstücken. Allein diese Arbeit nahm vier Monate in Anspruch.

Solche individuellen Ausstattungen gehören zum sogenannten Bespoke-Programm des Herstellers. Kunden können ihre Fahrzeuge weit über die üblichen Möglichkeiten bei Farben, Materialien und Innenausstattung hinaus personalisieren lassen.

Rolls-Royce-Käufer sind im Durchschnitt erst 43 Jahre alt

Bemerkenswert ist die Entwicklung beim Alter der Kundschaft. Während Rolls-Royce-Käufer im Jahr 2010 durchschnittlich 56 Jahre alt waren, liegt dieser Wert inzwischen bei nur noch 43 Jahren.

Zu den neuen Kunden gehören zunehmend Menschen, die ihr Vermögen in der Technologiebranche, mit künstlicher Intelligenz oder Kryptowährungen erwirtschaftet haben.

Mit der jüngeren Käuferschaft verändern sich auch die Vorstellungen davon, wie ein Luxusauto aussehen soll. Individuelle Gestaltung und außergewöhnliche Einzelstücke gewinnen an Bedeutung.

Durchschnittspreis steigt auf 500.000 Pfund

Die aufwendigen Sonderwünsche machen sich beim Preis bemerkbar. Vor rund zehn Jahren kostete ein Rolls-Royce durchschnittlich etwa 300.000 britische Pfund. Inzwischen liegt der durchschnittliche Fahrzeugwert bei rund 500.000 Pfund.

Besonders umfangreich personalisierte Einzelstücke können sogar siebenstellige Preise erreichen.

Um die steigende Nachfrage bedienen zu können, investiert Rolls-Royce rund 300 Millionen Pfund in die Erweiterung seines Produktionsstandorts Goodwood. Die Fabrik soll dadurch nahezu doppelt so groß werden.

Trotz der Expansion bleibt die Fertigung stark von Handarbeit geprägt. An einem Fahrzeug sind mehr als 100 Beschäftigte beteiligt. Die Herstellung kann bis zu 600 Arbeitsstunden beanspruchen.

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