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V12 statt Elektro: Aston Martin verschiebt erstes E-Auto bis mindestens 2033

Aston Martin bremst seine Elektropläne deutlich aus. Der britische Luxus-Sportwagenhersteller will sein erstes vollelektrisches Serienmodell frühestens 2033 auf den Markt bringen. Gleichzeitig sollen die legendären V8- und V12-Motoren noch mindestens bis 2035 angeboten werden.

Damit vollzieht Aston Martin eine bemerkenswerte Kehrtwende bei seiner Elektrifizierungsstrategie. Noch vor wenigen Jahren sollte das erste Elektroauto deutlich früher erscheinen. Zuletzt hatte das Unternehmen einen Marktstart bis 2030 in Aussicht gestellt.

Nun ist selbst dieses Ziel vom Tisch.

Erstes Elektroauto zwischen 2033 und 2035

Aston-Martin-Chef Adrian Hallmark erklärte, dass es derzeit keinen festen Termin für das erste batterieelektrische Serienmodell gebe.

Nach seinen Angaben könnte der erste elektrische Aston Martin 2033 erscheinen – möglicherweise aber auch erst 2035. Einen Start bereits 2031 schloss Hallmark ausdrücklich aus.

Grund für die Zurückhaltung sind vor allem die schwer vorhersehbare Nachfrage nach hochpreisigen Elektroautos sowie sich verändernde gesetzliche Vorgaben in wichtigen Märkten.

Aston Martin will deshalb vorerst flexibel bleiben und seine Investitionen in reine Elektrofahrzeuge nicht unnötig früh hochfahren.

V8 und V12 sollen bis mindestens 2035 bleiben

Für Liebhaber klassischer Sportwagen dürfte der zweite Teil der Ankündigung mindestens ebenso interessant sein: Aston Martin arbeitet daran, seine großen Verbrennungsmotoren noch viele Jahre anbieten zu können.

Das Unternehmen verfügt laut Hallmark über einen technischen Fahrplan, mit dem sowohl V8- als auch V12-Motoren bis mindestens 2035 die jeweiligen gesetzlichen Anforderungen erfüllen sollen.

Bis dahin soll Aston Martin überwiegend Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor verkaufen.

Gerade der V12 gehört traditionell zur Identität der britischen Luxusmarke. Aktuell kommt ein Zwölfzylinder beispielsweise im Aston Martin Vanquish zum Einsatz.

Hybridisierung bleibt Teil der Strategie

Ganz auf Elektrifizierung verzichtet Aston Martin dennoch nicht. Hybridantriebe sollen weiterhin eine wichtige Rolle spielen.

Bei klassischen Plug-in-Hybriden zeigt sich Hallmark allerdings skeptisch. Der zusätzliche Antrieb und insbesondere die große Batterie können das Fahrzeuggewicht erheblich erhöhen – ein entscheidender Nachteil bei leistungsorientierten Sportwagen.

Dass Aston Martin grundsätzlich auf Hybridtechnik setzt, zeigt bereits der Supersportwagen Valhalla.

Neue Modellgeneration zwischen 2030 und 2035

Die Verschiebung des Elektroautos bedeutet keineswegs, dass Aston Martin seine Modellpalette über Jahre unverändert lassen möchte.

Zwischen 2030 und 2035 soll praktisch die komplette Modellpalette erneuert werden. Die nächste Generation soll bei Leistung, Qualität und technischen Eigenschaften noch einmal deutlich zulegen.

Auch exklusive Kleinserien könnten dabei eine größere Rolle spielen. Aston Martin investiert weiter in die Plattform des Valhalla und prüft darauf basierende Sondermodelle mit kleinen Stückzahlen.

Zusammenarbeit mit Lucid bleibt interessant

Für die spätere Elektro-Zukunft besitzt Aston Martin bereits einen wichtigen Technologiepartner. Das Unternehmen hatte eine Vereinbarung mit dem amerikanischen Elektroautohersteller Lucid geschlossen, um dessen Elektroantriebs- und Batterietechnik nutzen zu können.

Durch die Verschiebung bis mindestens 2033 könnte Aston Martin letztlich von deutlich weiterentwickelter Batterietechnik profitieren.

Für die kommenden Jahre setzt die Marke jedoch bewusst auf das, was viele Aston-Martin-Kunden weiterhin suchen: leistungsstarke Luxus-Sportwagen mit charaktervollen Verbrennungsmotoren.

Während zahlreiche Hersteller ihre elektrische Zukunft möglichst schnell vorantreiben, geht Aston Martin damit einen anderen Weg. V8 und V12 bekommen noch einmal eine überraschend lange Zukunft.

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