Rolex-Uhren gehören ohnehin zu den begehrtesten Luxusuhren der Welt. Doch was Ende September in London versteigert wird, ist selbst für Rolex-Verhältnisse außergewöhnlich: Die Schweizer Manufaktur hat vier einzigartige Cosmograph Daytona geschaffen.
Jede einzelne Uhr existiert genau einmal.
Die vier Einzelstücke tragen die Namen „Spring“, „Summer“, „Autumn“ und „Winter“ und interpretieren mit Edelmetallen, Naturstein-Zifferblättern, Saphiren, Turmalinen und Diamanten jeweils eine der vier Jahreszeiten.
Am 28. September 2026 werden sie von Phillips in London einzeln versteigert.
Frühling in Weißgold
Die „Spring“-Daytona besitzt ein Gehäuse aus 18-karätigem Weißgold.
Das Zifferblatt besteht aus Chrysopras, während für die Totalisatoren Lepidolith verwendet wird. Violette Saphire bestimmen das Farbkonzept: Elf davon dienen als Stundenmarkierungen, weitere 36 trapezgeschliffene violette Saphire sitzen auf der Lünette.
Hinzu kommen 54 Brillanten an den Bandanstößen und am Kronenschutz.
Allein die Saphire der Lünette bringen zusammen rund 5,57 Karat auf die Waage.
Türkis und Everose-Gold für den Sommer
Deutlich wärmer fällt die „Summer“-Daytona aus.
Rolex kombiniert hier 18-karätiges Everose-Gold mit einem Türkis-Zifferblatt. Die Chronographenzähler bestehen aus dem roten Mineral „Heart of Ruby“.
Rosafarbene Saphire und Diamanten vervollständigen die sommerliche Farbgebung.
Herbst in Gelbgold
Die „Autumn“ steckt in einem Gehäuse aus 18-karätigem Gelbgold.
Für das Zifferblatt verwendet Rolex Mookait, während die Chronographenzähler aus Chrysopras bestehen. Grüne Turmaline und Diamanten greifen die Farben der Jahreszeit auf.
Platin und blauer Opal für den Winter
Die vielleicht spektakulärste Kombination findet sich bei „Winter“.
Rolex fertigt das Gehäuse aus 950er Platin und kombiniert es mit einem Zifferblatt aus blauem Opal. Die Chronographenzähler bestehen aus Lapislazuli.
Auf der Lünette entsteht mit Saphiren ein Farbverlauf von Blau bis Fuchsia. Auch hier kommen zusätzlich Diamanten zum Einsatz.
Rolex bestätigt: Es sind echte Einzelstücke
Entscheidend für Sammler ist weniger die Zahl der Edelsteine als ein anderes Detail: Rolex selbst bezeichnet die vier Uhren ausdrücklich als einzigartige Exemplare.
Damit handelt es sich nicht einfach um eine extrem kleine Sonderedition mit wenigen Exemplaren. Jede der vier Varianten wurde genau einmal geschaffen.
Bei einem Modell wie der Cosmograph Daytona, das auf dem internationalen Sammlermarkt ohnehin eine enorme Bedeutung besitzt, macht das die bevorstehende Auktion besonders interessant.
Rolex veranstaltet erstmals eine eigene Charity-Auktion
Auch die Versteigerung selbst ist eine Premiere.
Nach Angaben von Phillips handelt es sich um die erste Charity-Auktion von Rolex. Phillips führt die Versteigerung in Zusammenarbeit mit Bacs & Russo durch.
Die vier Uhren werden dabei nicht gemeinsam verkauft, sondern bilden vier einzelne Lose. Damit können theoretisch vier verschiedene Sammler jeweils eine der Jahreszeiten erwerben.
Die Veranstaltung in London ist privat. Interessenten können jedoch auch aus der Ferne bieten.
Erlös geht an zwei Organisationen
Der gesamte Erlös der Versteigerung kommt zwei Organisationen zugute.
Die Federer Foundation des ehemaligen Tennisstars Roger Federer unterstützt Bildungsprogramme für Kinder insbesondere im südlichen Afrika und in der Schweiz.
Die zweite Organisation ist Re:wild. Die Naturschutzorganisation wurde unter anderem von Schauspieler Leonardo DiCaprio mitgegründet und engagiert sich für den Schutz und die Wiederherstellung von Ökosystemen.
Rolex verbindet die Auktion mit seiner „Perpetual Planet Initiative“, über die das Unternehmen Projekte in den Bereichen Natur-, Meeres- und Artenschutz unterstützt.
Was sind vier einzigartige Rolex Daytona wert?
Diese Frage dürfte am 28. September besonders spannend werden.
Einen gewöhnlichen Listenpreis gibt es für die vier Uhren nicht. Schließlich handelt es sich nicht um regulär erhältliche Modelle.
Seltene Rolex Daytona erzielen auf internationalen Auktionen regelmäßig sechs- oder siebenstellige Preise. Bei diesen vier Exemplaren kommt nun eine ungewöhnliche Kombination zusammen: Rolex selbst hat die Einzelstücke geschaffen, ihre Einzigartigkeit offiziell bestätigt und sie mit Natursteinen sowie umfangreichen Edelsteinbesätzen ausgestattet.
Wie viel Sammler für „Spring“, „Summer“, „Autumn“ und „Winter“ tatsächlich bezahlen, entscheidet sich am 28. September in London.
Dann dürfte sich zeigen, welche Jahreszeit Rolex-Sammlern am meisten wert ist.
