Murano-Glas trifft auf Diamanten und Schweizer Uhrmacherei: Tiffany & Co. hat eine außergewöhnliche neue Variante seiner Eternity-Uhr vorgestellt. Gemeinsam mit der traditionsreichen venezianischen Glasmanufaktur Venini entstanden lediglich fünf Exemplare.
Das Besondere steckt mitten in der Uhr: Jedes Zifferblatt besteht aus handwerklich gefertigtem Venini-Glas aus Murano und sieht ein wenig anders aus.
Hinzu kommen insgesamt 500 Diamanten mit einem Gesamtgewicht von 5,47 Karat.
Nur fünf Zifferblätter aus einem einzigen Stück Glas
Für die limitierte Serie arbeitete Tiffany & Co. mit Venini zusammen. Die 1921 auf Murano gegründete Manufaktur gehört zu den traditionsreichen Namen der venezianischen Glaskunst.
Für die fünf Uhren wurde zunächst ein einziges Stück Venini-Glas mit einer Größe von lediglich 20 mal 8 Zentimetern hergestellt.
Daraus schnitten die Kunsthandwerker anschließend fünf Zifferblätter.
Gerade die Eigenschaften des Materials sorgen dafür, dass keines exakt wie das andere aussieht. Die blauen und weißen Strukturen verteilen sich bei jedem Zuschnitt unterschiedlich.
Damit existieren zwar fünf Uhren derselben Edition, optisch besitzt aber jede ihr eigenes Zifferblatt. (Watch Insider)
500 Diamanten und zwölf Aquamarine
Beim Glas allein bleibt es nicht.
Das 28 Millimeter große, kissenförmige Gehäuse besteht aus 18-karätigem Weißgold. Auf der Lünette sitzen 44 runde Brillanten.
Das Zifferblatt erhält zusätzlich zwölf von Hand gesetzte Aquamarine als Stundenmarkierungen. Die Steine besitzen unterschiedliche Schliffe und verbinden damit die Glasgestaltung mit der für die Eternity-Kollektion typischen Idee unterschiedlicher Edelsteinschliffe.
Besonders aufwendig fällt das Armband aus.
455 runde Brillanten mit insgesamt mehr als 4,4 Karat bedecken das Weißgoldarmband. Selbst die Krone trägt einen Solitärdiamanten von 0,19 Karat.
Insgesamt kommen damit 500 Diamanten mit einem Gesamtgewicht von 5,47 Karat zusammen. (Watch Insider)
Schmuckstück statt komplizierter Mechanik
Interessant ist, dass Tiffany bei einer derart aufwendig gestalteten Uhr technisch bewusst einen anderen Schwerpunkt setzt.
Im Inneren arbeitet kein kompliziertes mechanisches Manufakturkaliber, sondern ein präzises Schweizer Quarzwerk.
Die eigentliche Hauptrolle spielen damit Materialien, Edelsteine und Gestaltung.
Die Uhr bewegt sich entsprechend stärker an der Grenze zwischen Zeitmesser und Haute Joaillerie als im klassischen Bereich mechanischer Sammleruhren.
Eine Krone wie ein Tiffany-Verlobungsring
Auch bei einem kleinen Detail greift Tiffany auf die eigene Schmuckgeschichte zurück.
Die Krone orientiert sich an der berühmten sechsfachen Krappenfassung des Tiffany Setting Verlobungsrings. Dieses Gestaltungselement findet sich auch bei anderen Modellen der Eternity-Familie.
Die Eternity-Kollektion selbst ist von historischen Tiffany-Werbeanzeigen aus den 1960er- und 1970er-Jahren inspiriert.
Bei regulären Eternity-Modellen verwendet Tiffany deshalb an den Stundenpositionen verschiedene Diamantschliffe – darunter Baguette, Cushion, Marquise, Asscher, Herz, Birne, Oval, Smaragd, Dreieck und Prinzess. (Tiffany & Co. Deutschland)
Murano-Glas wird zum Luxusmaterial
Gerade die Kooperation mit Venini macht die neue Edition außergewöhnlich.
Murano ist seit Jahrhunderten für seine Glasherstellung bekannt. Statt das Material jedoch für Vasen, Skulpturen oder Leuchten einzusetzen, wird die Glaskunst hier auf eine Fläche von nur wenigen Zentimetern übertragen.
Die bei der Herstellung entstehenden unterschiedlichen Farbverläufe sind dabei kein Makel, sondern ausdrücklich Teil des Konzepts.
Zwei der fünf Zifferblätter können deshalb niemals vollständig identisch aussehen.
Vorgestellt in Venedig
Passenderweise wurde die limitierte Uhr im Rahmen der Herbstpräsentation von Tiffanys Blue Book 2026: Hidden Garden in Venedig vorgestellt.
Damit verbindet Tiffany gleich mehrere Welten miteinander: New Yorker Schmucktradition, Schweizer Uhrenfertigung und venezianische Glaskunst.
Für Sammler kommt noch ein entscheidender Faktor hinzu: Weltweit existieren lediglich fünf Exemplare.
Und selbst innerhalb dieser winzigen Auflage gleicht keine Uhr exakt der anderen. (Le Mile)
