Von außen wirkt der neue Tiffany Timer Titanium Platinum für eine Uhr des berühmten New Yorker Juweliers beinahe zurückhaltend. Ein dunkelblaues Zifferblatt, ein 40 Millimeter großes Titangehäuse und lediglich einige Akzente im unverwechselbaren Tiffany Blue.
Das eigentlich Außergewöhnliche befindet sich jedoch auf der Rückseite.
Dort sitzt auf dem Rotor des Uhrwerks ein aufwendig gestalteter „Bird on a Rock“ aus 18-karätigem Gelbgold – eine Miniaturversion eines der bekanntesten Schmuckmotive von Tiffany & Co.
Nur 100 Exemplare
Der neue Chronograph erscheint in einer Auflage von lediglich 100 Stück und soll ab September 2026 erhältlich sein.
Tiffany verbindet dabei zwei Materialien, die unterschiedlicher kaum sein könnten. Das 40-Millimeter-Gehäuse besteht aus satiniertem Grade-5-Titan, während die polierte Lünette aus Platin gefertigt wird.
Dazu kommt ein dunkelblaues Zifferblatt mit Tiffany-Blue-Akzenten und zwölf applizierten Stahlindizes. Die Zeiger für Stunden, Minuten und die Hilfszifferblätter bestehen aus Weißgold.
Tiffany feiert 160 Jahre Chronographen
Hinter der Uhr steckt mehr Geschichte, als man bei einer heute vor allem für Schmuck und Diamanten bekannten Marke vermuten könnte.
Bereits 1866 stellte Tiffany seinen ersten Chronographen beziehungsweise die damalige „Timing Watch“ vor. Zwei Jahre später wurde daraus der Tiffany Timer.
Mit den neuen Modellen feiert das Unternehmen nun das 160-jährige Jubiläum dieses frühen Zeitmessers.
Der jetzt vorgestellte Timer ist bereits das zweite Jubiläumsmodell.
Anfang 2026 erschien eine wesentlich auffälligere Version mit Platingehäuse und vollständig in Tiffany Blue gehaltenem Zifferblatt. Von ihr wurden sogar nur 60 Exemplare hergestellt.
Die neue Titan-Platin-Version fällt mit 100 Stück zwar etwas weniger exklusiv aus, bleibt aber ein ausgesprochen seltenes Sammlerstück.
Im Inneren steckt ein legendäres Uhrwerk
Für den Antrieb greift Tiffany auf einen großen Namen der Schweizer Uhrmacherei zurück.
Im Timer arbeitet eine speziell für Tiffany angepasste Variante des Zenith El Primero 400.
Das automatische Chronographenwerk bietet eine Gangreserve von etwa 50 Stunden und arbeitet mit einer klassischen Säulenradsteuerung.
Der El Primero gehört zu den bekanntesten Chronographenwerken überhaupt. Seine Geschichte reicht bis 1969 zurück.
Tiffany verwendet allerdings nicht einfach ein serienmäßiges Werk.
Der Vogel, den normalerweise niemand sieht
Das spektakulärste Detail befindet sich auf dessen Rotor.
Dort sitzt der bereits erwähnte Bird on a Rock aus 18-karätigem Gelbgold.
Das Motiv geht auf den legendären Tiffany-Designer Jean Schlumberger zurück. Sein ursprünglicher Entwurf zeigt einen kleinen Vogel, der auf einem großen Edelstein sitzt, und entwickelte sich zu einem der bekanntesten Motive des Hauses.
Für den Timer wurde der Vogel miniaturisiert und in den Rotor des Uhrwerks integriert. Durch den Saphirglasboden lässt sich beobachten, wie er sich mit der Bewegung des automatischen Aufzugs um das Uhrwerk dreht.
Damit verbindet Tiffany seine beiden Welten ziemlich geschickt: Haute Joaillerie und mechanische Uhrmacherei.
Selbst die Krone erinnert an einen Diamantring
Auch an anderer Stelle finden sich Anspielungen auf die Schmuckgeschichte.
Die Form der Krone orientiert sich am berühmten sechszackigen Tiffany Setting, das Charles Lewis Tiffany bereits im 19. Jahrhundert für Diamantringe etablierte. Die länglichen Chronographendrücker ziehen sich wiederum entlang der Gehäuseseite und dienen gleichzeitig als Schutz für die Krone.
Getragen wird die Uhr an einem dunkelblauen Alligatorlederband.
Was kostet der Tiffany Timer?
Genau hier wird Tiffany geheimnisvoll.
Einen offiziellen Verkaufspreis nennt das Unternehmen für das neue Modell derzeit nicht. Interessenten müssen den Preis direkt bei Tiffany erfragen.
Bei einem auf 100 Exemplare limitierten Chronographen mit Platin, Weißgold, einem individualisierten El-Primero-Werk und einem handwerklich ausgeführten Goldvogel dürfte allerdings klar sein:
Der neue Tiffany Timer ist weniger als gewöhnliche Luxusuhr gedacht – sondern vor allem als Sammlerstück.
Und ausgerechnet sein aufwendigstes Schmuckdetail befindet sich dort, wo es beim Tragen praktisch niemand sehen kann.
